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Für einen guten Zweck? Karitative Altkleidersammlungen.

Gemeinnützige Altkleidersammlungen für das Inland

Wenn wir unsere alten Kleider bei karitativen Verbänden abgeben haben wir die Erwartung, dass die Kleidung Hilfsbedürftigen zu Gute kommt.

Die Kirchen und Verbände, die karitative Sammlungen veranstalten, haben verschiedene Möglichkeiten, die Kleidung weiter zu verwerten:

  1. Kostenlose Verteilung an Flüchtlinge, Waisen- und Altenheime oder arme Familien in den eigenen Gemeinden.
  2. Verkauf an Second-Hand-Läden oder Textilrecyclingunternehmen mit Verwendung des Erlöses für soziale Zwecke.
  3. Lokale soziale Kleiderkammern und Sozialkaufhäuser nehmen gut erhaltene Kleidung an und verkaufen Sie zu günstigen Preisen.

In Anbetracht der schieren Menge von Altkleidung die in Deutschland anfallen – pro Jahr sind es circa 600.000 Tonnen! – ist eine Verwertung dieser Altkleidung für rein karitative Zwecke für die Organisationen kaum umsetzbar. Daher wird ein Großteil der Spenden an kommerzielle Textilrecyclingfirmen abgegeben, die die Kleidung weiterverwerten.
(>>> hier mehr zu kommerzieller Altkleiderverwertung)

Gemeinnützige Altkleidersammlungen für das Ausland

Bei Sammlungen für das Ausland können wir schwerer überprüfen, was mit den gespendeten Dingen geschieht als bei der Verwendung der Altkleider im Inland. Hier lassen sich vor allem zwei Verfahrensweisen gemeinnütziger Organisationen unterscheiden:

1. Weiterverkauf für gute Zwecke: 

Oft verkaufen karitative Organisationen gesammelte Kleidung direkt an Textilrecycler. Das Geld kommt meist den jeweiligen Hilfswerken zugute. Es wird dann für gemeinnützige Zwecke und Entwicklungsprojekte eingesetzt, über die man sich meist bei der Geberorganisation informieren kann.

2. Gratislieferungen für die „Armen“:
Viele Spender_innen geben am liebsten, wenn sie wissen, dass die Kleidung nicht weiterverkauft wird sondern gratis abgegeben wird. Hilfslieferungen die umsonst sind, sind allerdings nur in wirklichen Notlagen sinnvoll, wie bei Flutkatastrophen etc.
Auch pure Hilfslieferungen haben Warencharakter und somit Einfluss auf den Markt im Empfängerland. So kann Schaden für die einheimische Textilindustrie verursacht werden (>>>mehr dazu bei FairWertung). Außerdem zahlen Partnerorganisationen für den Empfang der Ware und die möglicherweise anfallende Entsorgung der überschüssigen Ware.
Bei Hilfslieferungen muss daher Wert auf die jeweilige Situation gelegt werden.  Die Lieferungen sollten auf klimatische und qualitative Anforderungen abgestimmt sein und nicht zur Entsorgung von Altkleidung dienen.

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