Warum tauschen wir Kleider? Eine sehr kurze thematische Einführung.

Jährlich geben Haushalte in Deutschland durchschnittlich fast 900 € für Bekleidung aus. Große Bekleidungsketten locken mit immer günstigeren Preisen und das auf Kosten derer, die diese Textilen herstellen. Doch auch Menschen, die teuere Markenklamotten herstellen, arbeiten oft für Hungerlöhne und unter extrem schlechten Bedingungen. Arbeitszeiten von über 12 Stunden am Tag, Verbot gewerkschaftlicher Organisation, fehlender Arbeitsschutz und massive Gesundheitsgefährdung sind dabei keine Seltenheit.

„Tödlicher Sand in der Jeans-Maschine“: Spiegel-Artikel über den langsamen Tod von Textilarbeiter_innen in der Türkei.
• Zur Kampagne für Saubere Kleidung

Gleichzeitig werden bis zu eine Million Tonnen jährlich in Altkleidersammlungen gegeben. Doch entgegen der weitläufigen Annahme, dass diese Kleidungsstücke an bedürftige Menschen gespendet werden, sieht die Wirklichkeit meist anders aus: Der Großteil der Kleidung wird von gewerblichen Textilverwertern gewinnbringend ins Ausland exportiert. Wo er teilweise die lokale Textilwirtschaft in massive Bedrängnis bringt.

„Im Alter geht es in den Süden“: Artikel aus der taz über Altkleiderspenden als Fluch für Entwicklungsländer.

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